Leonardo da Vinci

Geboren wurde er am 15. April 1452 in Vinci, nicht weit von der Stadt Empoli entfernt, und verstarb am 2. Mai 1519 im Schloss Clos Lucé. Noch heute sind seine Werke von großer Bedeutung, viel beachtet und werden häufig rezipiert. Sein wohl bekanntestes Werk, die Mona Lisa, ist im Louvre im Denon-Flügel zu finden.

Biografie

Sein eigentlicher Name lautete Leonardo di ser Piero da Vinci. Geboren ist er in Italien, genauer gesagt in Vinci, wie sein Name schon verrät, denn da Vinci wird mit aus Vinci übersetzt. Nicht nur als Maler war da Vinci sehr begabt. Er war auch als Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph tätig. Leonardo lebte in seiner Jugend bei seinem Vater in Florenz. Schon damals begeisterte er sich für Kunst und Musik. Diese anfängliche Begeisterung führte ihn zu dem Künstler Andrea del Verrocchio, bei dem er seine ersten Lehrjahre absolvierte. Nach dieser Zeit blieb Leonardo da Vinci noch eine Weile in der Werkstatt von Verrocchio, wo er auch das Bild Taufe Christi malte. Am 9. April 1476 bekam er eine anonyme Anzeige wegen Sodomie mit einem 17-Jährigen. Es kam allerdings nie zu einer Verurteilung. Am liebsten zeichnete er ungewöhnlich aussehende Hügel, Formen, Felsen, seltene Pflanzen oder auch ungewöhnlich aussehende Menschen. Ab 1481 erhielt er die Chance, am Hofe für die Herzöge von Mailand zu arbeiten. Als es zwischen Mailand und der Republik Venedig zu Gefechten kam, wollte Leonardo da Vinci Erfindungen für die Militärtechnik entwickeln, wozu es jedoch nicht kam.

In Mailand legte er bei der Pestepidemie dem Fürsten eigene Pläne vor, die Stadt neu aufzuteilen und neue Standards für sanitäre Anlagen zu setzen. Somit trug er auch zu einer verbesserten Lebensqualität der Stadt bei. Seine Gemälde in der Mailänder Epoche sind vielfältig. Zwischen 1483 und 1490 entstand unter anderem das Bild Dame mit dem Hermelin. Ludovico Sforza gab ihm im Jahr 1494 den Auftrag, zu dem Gemälde Das Abendmahl. Durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung wurde das Gemälde, unter anderem bei fehlgeschlagenen Restaurationsversuchen, beschädigt. Erst im Jahr 1970 konnte es durch moderne Restaurierungstechniken wiederaufbereitet werden.

Im Jahr 1499 ging Leonardo zurück nach Florenz, wo er Kriegsmaschinen und auch einen Taucheranzug entwickelte. Ein paar Jahre später verstarb sein Vater und Leonardo nahm ein Angebot des französischen Hofes an und wurde Hofmaler. Anschließend verbrachte er einige Jahre im Vatikan in Rom, wo er auch ein eigenes Atelier hatte. Da der Papst keine Sympathien für Leonardo hegte, ließ er sich stets von einem deutschen Mitarbeiter Leonardos über dessen Aktivitäten unterrichten. Die Zeit in Rom war für ihn nicht leicht, da er unter der Hektik der Stadt litt.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Schloss Clos Lucé. Am 2. Mai des Jahres 1519 verstarb Leonardo da Vinci. Auf dem Sterbebett zeigte er Reue, denn obwohl seine Werke oft christliche Motive zeigten, war seine Haltung der Kirche gegenüber unklar. Die Kirche selbst warf ihm sogar vor, mit magischen Künsten zu tun zu haben, was allerdings nur auf seine wissenschaftliche Neugier zurückzuführen ist.

Bekannte Werke

  • Das Abendmahl, 1495 – 1498
  • Salvator Mundi, 1500
  • Mona Lisa, 1503 – 1506

Michelangelo

Michelangelo wurde am 6. März 1475 in der Toskana geboren und starb am 18. Februar 1564 in Rom. Sein vollständiger Name lautet Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni. Noch heute gilt er als einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit.

Biographie

Michelangelo kam aus einer angesehen bürgerlichen Familie aus Florenz. Seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Sein Vater war gegen Michelangelos Wunsch, Künstler zu werden, dennoch wollte er seinen Traum nicht aufgeben. Domenico Ghirlandaio nahm ihn im zarten Alter von 13 Jahren in seiner Werkstatt auf, wo er die Grundlagen der Freskokunst studierte. Hauptsächlich konzentrierte er sich auf die Malerei, wollte sich aber lieber der Bildhauerei zuwenden.

Ab 1489 besuchte er die Kunstschule von Lorenzo il Magnifico. 1496 machte er sich auf nach Rom. Er wurde beauftragt, einen antiken Bacchus zu schaffen. Darauf folgten weitere Aufträge. Er schuf die Pietá im Petersdom, die eine Mutter darstellt mit ihrem toten Sohn in den Armen. Die Pietá ist im Gegensatz zu seinen anderen Werken das einzige, das er selbst signiert hat.

Nach fünf Jahren in Rom kehrte er nach Florenz zurück. Aus einem kolossalen Marmorblock meißelte er die David-Statue in nur drei Jahren. Er kümmerte sich aber nicht nur um die Bildhauerei, sondern malte zu der Zeit auch einige Gemälde. Im Jahr 1504 vollendete er das Gemälde Die heilige Familie (Tondo Doni).

Nur zwei Jahre später machte er sich wieder auf den Weg nach Rom. Er bekam einen Auftrag Von Papst Julius II. für ein Grabmonument. In der Sixtinischen Kapelle bekam er den Auftrag für ein Decken- und Wandgemälde, den er eigentlich aber nicht ausführen wollte, da er sich nicht als Maler sah. Trotz seines Widerwillens ging er das Projekt an. Für seinen Auftrag in der Sixtinischen Kapelle brauchte er mit ein paar Assistenzmalern, die er aus Florenz kommen ließ, vier Jahre.

Als er mit der Kapelle und dem Grabmonument fertig war, machte er sich wieder auf nach Florenz. Doch mit 43 Jahren war Michelangelo gesundheitlich bereits sehr angeschlagen, also ging er eine Partnerschaft mit einer Steinmetz-Firma in Carrara ein. Er bekam noch einige Aufträge, die er gemeinsam mit seiner Partnerfirma ausführte. Dann zog es ihn wieder nach Rom, wo er dann auch verstarb. Seinen letzten Auftrag im Petersdom konnte er nicht beenden.

Bekannte Werke

  • Bacchus, 1496 – 1497
  • David, 1501 – 1504
  • Sixtinische Decke, 1508 – 1512
  • Brutus, 1530 – 1540
  • Kreuzigung Petri 1546 – 1550

Raffael

Bekannt war er unter vielen Namen, wie Raffaello Sanzio da Urbino, Raffaello da Urbino, Raffaello Santi oder auch Rafaello Sanzio, daher nennt man ihn der Einfachheit halber nur Raffael. Sein Geburtstag ist nicht eindeutig überliefert. Vermutet wird, dass er entweder am 6. April oder am 28. März 1483 in Urbino geboren wurde und am 6. April 1520 in Rom verstorben ist. Besonders bekannt ist er für seine Malerei, die als sehr harmonisch beschrieben wird. Er galt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein als der größte Maler aller Zeiten. Abgesehen von seiner Malerei war Raffael auch als Bauleiter für den Petersdom tätig.

Biographie

Raffael verlor schon früh seine Eltern. Erst verstarb seine Mutter im Jahr 1491, als er gerade einmal acht Jahre alt war. Schon drei Jahre später starb auch sein Vater. Zu dieser Zeit hatte Raffael jedoch bereits seine erste Malerausbildung von ihm erhalten. Als junger Waise ging er als Schüler in die Werkstatt von Pietro Vanucci. Sein erstes offizielles Werk ist das Altarbild der Kirche des Heiligen Nikolaus von Tolentino.

Im Jahr 1508 machte er sich auf den Weg nach Rom, wo er gemeinsam mit Michelangelo arbeitete. Außerdem bekam er in Rom auch den Auftrag, im Apostolischen Palast die Wandmalereien zu übernehmen. Im Jahre 1514 wurde er zum Bauleiter und Architekten der neuen Peterskirche. Er entwarf sein eigenes Haus sowie andere Privatgebäude. Mit nur 37 Jahren starb der Künstler an einer unbekannten Ursache. Ein Gerücht besagt, dass er an einer Geschlechtskrankheit, die er sich bei einer seiner Affären zugezogen hatte, verstorben sein könnte. Ein zweites Gerücht behauptet, dass er an Malaria verstorben sei.

Bekannte Werke

  • Madonna Connestabile, 1502 – 1504
  • Die Heilige Familie mit dem Lamm, 1504
  • Die Schule von Athen, 1510 – 1511
  • Transfiguration (Verklärung Christi), 1516 – 1520

Die Beständigkeit der Erinnerung

Ein sehr bekanntes Bild von Salvador Dalí, einem Maler, der sich dem Surrealismus verschrieb, trägt den Titel Die Beständigkeit der Erinnerung, wird aber auch Die weichen Uhren oder Die zerrinnende Zeit genannt. Es entstand im Jahr 1932, mitten in der geistigen Bewegung des Surrealismus.

Beschreibung

Bei Die Beständigkeit der Erinnerung handelt es sich um ein Ölgemälde mit den Maßen 24,1 x 33 Zentimetern. Es zeigt eine katalanische Landschaft, die mit drei zerfließenden Uhren geziert ist. Des Weiteren sind im Hintergrund die Felsen des Cap de Creus, dem östlichsten Teil der iberischen Halbinsel in Katalonien, abgebildet.

Interpretation

Die zerfließenden Uhren sollen die Allgegenwärtigkeit der Zeit und die Vergänglichkeit des Lebens darstellen. Den langsamen und unüberwindbaren Zerfall allen Lebens im Laufe der Zeit. Der Legende nach soll Dalí die Idee zu dem Motiv bei dem Anblick eines in der Sonne zerlaufenden Camemberts gekommen sein. Einige Elemente, wie zum Beispiel der Teil eines Gesichts auf einer der zerrinnenden Uhren liegt und in der Mitte des Gemäldes positioniert ist, sind auch auf anderen Kunstwerken des Künstlers wie Der große Masturbator und Das verlorene Gesicht wiederzufinden. Einige Interpreten gehen sogar so weit zu behaupten, dass der Teil des Gesichts, das im Profil dargestellt ist, das Gesicht des Künstlers selbst darstellen soll.

Christus im Sturm auf dem See Genezareth

Bei Christus im Sturm auf dem See Genezareth handelt es sich um ein Ölgemälde des bekannten Künstlers Rembrandt van Rijn aus dem Jahr 1633. Rembrandt, der aus den Niederlanden stammt, stellt auf diesem Bild eine Szene aus der Bibel, Matthäus 8,23 – 25, dar. Im Jahr 1990 wurde das Bild aus dem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston gestohlen und ist seitdem auch nie wieder aufgetaucht.

Beschreibung

Das Bild zeigt einen schlafenden Jesus und panische Jünger auf einem Schiff auf dem See Genezareth bei hoher See. Es besitzt die Maße 160 x 138 Zentimeter. Ein interessanter Aspekt des Gemäldes ist, dass nicht nur 12 Jünger auf dem Schiff abgebildet sind, wie in der biblischen Originalszene, sondern 13. Diese zusätzliche Person sieht den Betrachter direkt an und hält eine Mütze in seinen Händen. Einigen Interpretationen nach soll die Figur ein Selbstporträt des Künstlers selbst sein.

Inspiriert wurde Rembrandt durch das Bild eines Künstlers namens Marten de Vos, der ebenfalls Niederländer war und von Peeter de Vos und Frans Floris zum Maler ausgebildet wurde. Im Jahr 2015 wurde das gestohlene Werk auf einen Wert von 250 Millionen US-Dollar geschätzt.

Louvre-Museum

Der Louvre ist eines der bekanntesten Kunstmuseen überhaupt und befindet sich in Paris. Im Louvre sind viele bekannte Werke ausgestellt. Eröffnet wurde er im Jahre 1793. Die Sammlung an Objekten ist seitdem auf mehr als 380.000 gestiegen, allerdings sind nur ungefähr 35.000 davon ausgestellt.

Geschichte

Bereits 400 Jahre vor der Eröffnung wurden vom Herzog Jean de Berry Gemälde gesammelt, von denen heute viele in der Ausstellung zu sehen sind. Der Herzog sammelte die Gemälde allerdings nicht für sich selbst, sondern für König Franz I. Unter diesen Gemälden vermutete man auch schon die Mona Lisa. Als Napoleon Bonaparte den Italienfeldzug bestritt und siegte, verlangte er nach allen berühmten Kunstwerken. Er ließ die Bilder nach Frankreich bringen, wo er die Gemälde auf 15 Museen verteilte. Nach dem Sturz des Kaiserreiches wurden alle Gemälde verstaatlicht und es wurde angefangen, die Sammlung wieder zu vergrößern. Es wurden aber auch schon Werke zurückgefordert, zum Beispiel von der türkischen Stadt Izmir, die zwei antike Marmorstatuen der Götter Zeus und Apollon wiederhaben wollten. Da sie allerdings Geschenke an den König Ludwig XIV. waren, wurden sie nicht wieder ausgehändigt.

Bekannteste Werke

Im Louvre finden sich viele der bekanntesten Werke der Kunstgeschichte. Darunter sind:

  • Mona Lisa von Leonardo da Vinci
  • Nike von Samothrake, Künstler unbekannt
  • Venus von Milo von Alexandros von Antiochia
  • Felsgrottenmadonna von Leonardo da Vinci
  • Die Hochzeit zu Kana von Paolo Veronese
  • Die Krönung in Notre Dame von Jacques-Louis David

Und natürlich gibt es noch viele weitere Kunstwerke zu bestaunen, die man sich bei einem Besuch nicht entgehen lassen sollte.

Pergamonmuseum

Auf Platz 88 der weltweit meistbesuchten Museen befindet sich das Pergamonmuseum in Berlin Mitte mit rund 712.000 Besuchern im Jahr 2016. Das von Alfred Messel in den Jahren von 1907 bis 1909 geplante Museum ist im Stil des Neoklassizismus konzipiert und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Gebaut wurde es von Ludwig Hoffmann in den Jahren 1910 bis 1930. Es beherbergt eine Antikensammlung mit dem bekannten Pergamonaltar und ein Museum für islamische und vorderasiatische Kunst. Die Anzahl der Besucher steigt von Jahr zu Jahr an und betrug im Jahr 2019 bereits 804.000.

Geschichte

Der Bau des Museums kann in drei Abschnitte eingeteilt werden. Nachdem das Gebäude des ersten Baus zwischen 1897 und 1899 von Fritz Wolff nicht groß genug für die Objekte von Ausgrabungen in Babylon und Ägypten war und das Fundament absackte, wurde zwischen 1910 und 1930 ein zweiter Bau durchgeführt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Museum weitestgehend zerstört und musste im Anschluss wiederaufgebaut werden. Im Zuge des Neuaufbaus wurden viele Ausstellungsstücke ausgelagert und teilweise nach Russland abtransportiert.

Die Sanierung des Museums, die von 2019 bis 2025 andauern wird, soll mindestens 385 Millionen Euro kosten und zu 100 Prozent vom Bund getragen werden.